Wie ist der Valentinstag eigentlich entstanden?
Keine einfache Frage zu beantworten. Man könnte sagen, dass der Valentinstag eine Verschmelzung von christlichen, römischen, germanischen und heutzutage auch nationalen Traditionen ist.
Valentin?
Aber es gibt vor allem viel Unklarheit über die Herkunft des Festes. Nicht einmal sicher ist, nach welchem Valentin das Fest benannt ist. Klar ist, dass Papst Gelasius im Jahr 496 den vierzehnten Februar zum Tag des heiligen Valentin erklärte. Aber welcher Valentin? Es gibt kein einziges biografisches Dokument über ihn. Und es gibt verschiedene (unklare und unbeweisbare) Geschichten…
Eine vielgehörte Geschichte dreht sich um einen römischen Priester, der während der Christenverfolgungen unter Kaiser Claudius II Gothicus (268-270) ums Leben kam. Der Priester soll sich geweigert haben, seinen Glauben aufzugeben. Stattdessen versuchte er sogar, den Kaiser zu bekehren. Dieser Valentin starb schließlich als Märtyrer. Kurz vor seiner Hinrichtung soll er noch ein Wunder vollbracht haben, indem er die blinde Tochter seines Gefängniswärters heilte. Praktisch, denn so konnte er wenigstens heiliggesprochen werden. Ohne Wunder, kein Heiliger ist beim Vatikan schließlich die Regel.
Auch wird oft ein Bischof aus Terni genannt. Er wurde 273 während der Christenverfolgungen von Kaiser Aurelianus enthauptet. Über ihn ist auch kaum etwas bekannt. Es wird nicht ausgeschlossen, dass es sich um dieselbe Person handelt.
Römisches Fruchtbarkeitsfest
Seit dem achtzehnten Jahrhundert wird auch manchmal gesagt, dass das Vatikan das Fest des heiligen Valentin einführte, um die sogenannten Lupercalia zu ersetzen. Dies war ein altes Fruchtbarkeitsfest zu Ehren des römischen Gottes Lupercus (oder Faunus). Das alte Fest war ziemlich populär, auch bei den Christen, und Papst Gelasius I wollte dem – so will es die Geschichte – ein Ende setzen. Er beschloss daher, um denselben Tag ein neues, verantwortungsvolles Fest einzuführen. Ein Fest zu Ehren des heiligen Valentin. Für Letzteres gibt es jedoch keinen Beweis. Der Papst schrieb zwar einen langen Brief, in dem er den Gläubigen das Feiern der Lupercalia verbot. Aber in diesem Brief wurde überhaupt kein Valentinus erwähnt. Es gibt damit keinen Beweis für einen Zusammenhang zwischen dem römischen und dem christlichen Fest.
Mythen und Unklarheit
Valentinskarte aus 1909Um eine Verbindung zwischen einem historischen ‘Sankt Valentin’ – von dem wir also nicht genau wissen, wer das war – und den Liebestraditionen des 14. Februar zu schaffen, entstanden um 1900 verschiedene Mythen und Legenden. Der heilige Valentin soll, ob mit oder ohne Blumen, Paare zusammengebracht und Ehen geschlossen haben. Sehr überzeugend war das alles nicht und da Sankt Valentin schließlich vor allem mit Unklarheit assoziiert wurde, beschloss die katholische Kirche 1969, den 14. Februar nicht länger als seinen Namenstag zu feiern.
Quelle: https://historiek.net/geschiedenis-van-valentijnsdag/47982